Holzoptik entsteht auf zwei Wegen: PLA mit eingemischten Holzpartikeln, das sich schleifen und beizen lässt, oder aufgeschäumtes PLA ohne Fasern, das die Struktur nur nachbildet. Faserhaltige Sorten brauchen eine größere Düse, weil die Partikel den Kanal sonst zusetzen.
Mit Holzpartikeln
Diese Filamente mischen fein gemahlenes Holz in eine PLA-Matrix. Das Ergebnis riecht beim Druck nach Holz und fühlt sich matt und rau an. Es lässt sich schleifen und beizen. Die Düse sollte 0,5 oder 0,6 mm haben. Die Temperatur bleibt niedrig, etwa 190 bis 210 °C, sonst verkohlen die Partikel und hinterlassen dunkle Schlieren. Eben diesen Effekt nutzen manche gezielt: Wer die Temperatur schichtweise variiert, erzeugt eine Maserung.
Aufgeschäumtes PLA
Schaumfilamente enthalten kein Holz. Ein Treibmittel bläht das Material bei höherer Temperatur auf, wodurch das Teil leichter und die Oberfläche matt wird. Die Düse verstopft nicht, dafür nimmt das Material Beize schlechter an. Über die Temperatur lässt sich die Dichte steuern, was auch die Farbtiefe verändert.
Festigkeit
Holzanteile unterbrechen die Kunststoffmatrix. Die Teile sind spröder als reines PLA und taugen für Deko und Modellbau, nicht für tragende Verbindungen.
Lagerung
Die Holzpartikel ziehen Feuchtigkeit. Eine feuchte Rolle knistert in der Düse und liefert eine raue, unregelmäßige Oberfläche. Trocknen bei etwa 45 °C stellt sie wieder her.
Hersteller
Lay-Filaments arbeitet seit Langem mit holzgefüllten und porösen Spezialfilamenten. Polymaker deckt die aufgeschäumte Variante ab. Copymaster3D und die Hausmarke 3DDruckBoss liefern holzgefülltes PLA in gängigen Farbtönen.